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Stricken ist mein Yoga

Stricken entspannt

Früher habe ich Handarbeit gehasst. Also in meiner Schulzeit. Mit Nadel und Faden konnte man mich eher jagen als locken. Wahrscheinlich weil ich musste und nicht weil ich wollte. Wie das mit so vielen Dingen im Leben ist, wenn man sie nicht freiwillig entscheiden kann. Heute finde ich stricken super. Es entspannt mich, macht mir richtig viel Spaß und (meistens) kommt sogar was Tolles dabei raus. Noch dazu habe ich etwas mit den eigenen Händen erschaffen. Das ist ein ziemlich einmaliges Gefühl!

Ich kann mich aber noch gut an meine Anfänge erinnern. Es war mir einfach unmöglich meinen Finger, um den der Faden gewickelt war, locker zu lassen. Die Konsequenz war oft ein rot angelaufenes Etwas und ein Strickwerk, das so dermaßen fest war, dass ich es wieder auftrennen musste. Selbst meine Mutter, gleichzeitig meine beste und ständige Ratgeberin in allen handwerklichen Belangen, konnte sich das nicht erklären. Mit der Zeit hat sich diese Verkrampfung zum Glück gelegt und auch das Gefühl eines abgestorbenen Fingers hat sich verabschiedet.

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Zwei aus dem emotion Strickclub, die mit Begeisterung dabei sind: Jenny Osterland und Eva Griesheimer (Foto: Katrin Hanisch)

Ich und meine Strickleidenschaft befinden uns übrigens in bester Gesellschaft. In diversen Strickcafés und Strickclubs treffen sich unzählige Gleichgesinnte, um eben gemeinsam an ihrem aktuellen Werk zu basteln. Schließlich ist so ein Gruppenstricken eine durchaus heitere Angelegenheit. Auch in unserer Redaktion gibt es einen solchen Club. Bis zu zehn Woll-Fans treffen sich ungefähr zwei Mal im Monat, um ihren Nadeln freien Lauf zu lassen. Und auch wenn das ein oder andere Projekte nicht vollendet wird, hat man doch immer einen absolut schönen Abend erlebt.

wollte-knaeuelMeine Pläne für die nächsten Wochen dürften beim Anblick dieses Wolltürmchens jedenfalls klar sein: Es wird gestrickt. Die rosa Wolle ist für mich gedacht, mit der Roten überrasche ich eine Freundin und die ganz oben – da fällt mir schon noch was ein.
Wer sich allerdings jetzt noch fragt, was das auf dem großen Bild (oben) am Ende des Tages werden soll – eine Mütze! Davon kann man schließlich nicht genug haben. Und der nächste Winter kommt bestimmt.

 

Falls ihr jetzt auch Lust bekommen habt, auf emotion.de gibts einen kleinen Tipp für Anfänger, aber auch für Fortgeschrittene.

 

2 Kommentare

  1. Liebe Jenni,

    freut mich, dass dich mein Blog-Beitrag so motiviert hat! 😉 Meine Mütze, die in den Anfängen auf dem Bild zu sehen war, ist inzwischen auch schon fertig. Nächstes Projekt: Strickjacke!

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  2. Danke für diesen Beitrag! Ich habe nach dem Lesen mein Schalprojekt wieder hervorgekramt. Ist zwar immer noch nicht fertig, aber es wird. Und da in Hamburg ja gerade wieder Sommer ist, habe ich bis zum Schalwetter auch noch Zeit!

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