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So geht Optimismus! Plus: Test

Optimismus

Wäre es nicht manchmal viel schöner, das Glas halb voll statt halb leer zu sehen? Die Glückssuche, die ich hier für den Blog unternehme, ist ja auch eine kleine selbstdisziplinierende Maßnahme. Mein Problem ist, dass mir oft das Schöne entgeht, dass direkt vor meiner Nase passiert, weil ich im Kopf ganz woanders bin. Also versuche ich, meine Wahrnehmung zu verändern, die Augen offenzuhalten und mehr im Moment zu leben. In der aktuellen Ausgabe von EMOTION habe ich Elaine Fox interviewt, die renommierte Neurologin und Psychologin ist Pionierforscherin in Sachen Glücksgen und leitet seit 2013 das Oxford Centre for Emotions and Affective Neuroscience (OCEAN) an der Universität Oxford. Gerade ist in Deutschland ihr Buch „In jedem steckt ein Optimist – Wie wir lernen können, eine positive Lebensstellung zu gewinnen“ erschienen. Und Fox sagt: Pessimismus ist kein Schicksal, sondern eine Angewohnheit. Und die können wir beeinflussen, egal wie alt wir sind. Denn unser Gehirn ist viel
veränderbarer als lange angenommen. Testen Sie hier, wie optimistisch Sie sind! Zusätzlich finden Sie auf der Seite von Elaine Fox entwickelten Trainingsübungen: Programmieren Sie sich auf Optimismus!

Optimismus-Tipps von Elaine Fox

  • „Ein Tagebuch kann helfen. Wir haben festgestellt, dass Pessimisten auch die Vergangenheit düsterer sehen. Wenn sie dann zurückblättern, sind sie erstaunt, dass auch Schönes passiert ist: ein gutes Gespräch, ein schönes Essen. Zählen Sie auf dem Weg zur Arbeit mal fröhliche Gesichter! Umgeben Sie sich mit dem Glück.“
  • „Tun Sie so, als seien Sie glücklich. Bei einem Versuch bat man die Teilnehmer, Essstäbchen quer zwischen die Zähne zu nehmen, darauf zu beißen und zu lächeln. Dann hat man sie aufgefordert, an etwas Trauriges zu denken. Das war fast nicht möglich. Das Gehirn nimmt das körperliche Signal wahr, interpretiert es als Fröhlichkeit und denkt, wir seien fröhlich.“
  • „Es geht darum, Gewohnheiten zu durchbrechen, um die Wahrnehmung zu verändern. Gehen Sie in einen Film, den Sie sonst eigentlich nicht schauen würden, oder lesen Sie ein Buch aus einem Genre, das Sie meiden. Das Gehirn freut sich über neue Informationen. Ohne solche Impulse wird es keine Extraarbeit leisten. Wenn wir uns aber kleinen Irritationen aussetzen, öffnet es sich und ist bereit für Veränderungen.“
  • „Eine weitere Möglichkeit ist die Achtsamkeitsmeditation. Schon nach acht Wochen lassen sich Veränderungen im präfrontalen Kortex messen, also in dem Bereich, der dafür zuständig ist, Stress zu kontrollieren und zu verarbeiten. Es geht nicht darum, den Kopf freizubekommen, sondern man lernt, mit negativen Gedanken umzugehen. Es nützt nichts, Energie darauf zu verschwenden, so einen Gedanken wegzuschieben. Er ist da. Wichtiger ist, sich von ihm nicht stören zu lassen und ihn nicht zu bewerten.“

Foto: Thinkstock

2 Kommentare

  1. Mehr Optimismus kann nie schaden und eine positive Einstellung sowieso. Ist schon erstaunlich, was alles veränderbar ist, wenn wir nur wollen. Ob das immer so gut ist, wenn wir alles selber in der Hand haben? Ich meine, kommt drauf an wie wild wir auf unsere Optimierung sind – und wofür wir uns optimieren, oder? Wann ist man pessimistisch? Wann melancholisch? Hach, gar nicht so einfach! Schaut mal: http://entspannt-gluecklich.blogspot.de/2013/09/studie-nee-interview-der-woche-neulich.html

    Liebe Grüße

    Silja

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