Reise-Inspiration

Fernweh nach Irland: Die leisen Seiten der grünen Insel

Uralte Wälder, sanfte Hügel und sagenumwobene Landschaften – Irland lädt dazu ein, langsamer zu reisen.

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Fotocredit: Tourism Ireland

Gemütlich im Pub ein Guinness trinken und zu Folk Music schunkeln: Das verbinden viele mit Irland. Doch die grüne Insel hat noch eine andere Seite: ruhig und von einer tiefen Verbundenheit zur Natur geprägt.

Zwischen Küsten, Mooren, Seen und Wäldern liegen Orte, an denen die Vergangenheit bis heute spürbar ist. Etwa im Boyne Valley im historischen Osten Irlands, wo die Geschichte mehr als 5.000 Jahre zurückreicht. Newgrange, ein jahrtausendealtes Ganggrab, gehört zu den bekanntesten Orten dieser prähistorischen Kulturlandschaft. Besonders zur Wintersonnenwende zeigt sich die besondere Verbindung von Mensch, Natur und Kosmos: Dann fällt das Licht der aufgehenden Sonne durch eine Öffnung über dem Eingang bis tief in die Grabkammer.

Nicht weit entfernt liegt der Hill of Tara, einst zeremonieller Sitz der irischen Hochkönige. Alte Erdwerke und Grabhügel zeugen von seiner Bedeutung als Ort der Macht, Mythologie und Spiritualität. Von dem Hügel eröffnet sich zudem ein weiter Blick über die grüne Landschaft. Für Reisende gibt es viele entschleunigende Aktivitäten wie Kajakfahren oder Waldbaden – ideale Möglichkeiten, ganz im Hier und Jetzt anzukommen.

Im Westen der Insel, am Wild Atlantic Way, geht es bei einer geführten „Forest-Therapy-Tour“ durch den alten Eichenwald von Glengarriff darum, bewusst wahrzunehmen: dem Klang des Waldes zu lauschen, Düfte und Texturen aufzunehmen und den eigenen Rhythmus wiederzufinden. Bei einer Teezeremonie mit selbst gesammelten Pflanzen und Kräutern sitzt man mitten im Wald, lässt die Eindrücke nachwirken und genießt den Moment.

Vom rund 180 Meter hohen Hügel "Hill of Uisneach" aus reicht der Blick bei klarer Sicht über bis zu 20 Grafschaften. Dort befindet sich auch ein sehr mystischer Ort: der Cat Stone, wo Ériu (die Göttin, nach der Irland benannt ist), begraben liegen soll.

Vielleicht ist dies die besondere Magie Irlands: Man muss nicht ständig unterwegs sein. Manchmal reicht es, an einem besonderen Ort zu stehen, weit über die Landschaft zu blicken und einen Moment lang innezuhalten.

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