emotion Awards
Wir feiern Frauen, die Geschichte schreiben
Bei den emotion Awards in München haben wir zum 16. Mal beeindruckende Frauen für ihren Einsatz ausgezeichnet – und auf 20 Jahre emotion angestoßen. Ein Abend, der berührt.
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Fotocredit: Paul Schirnhofer
Letzten Donnerstag hatten wir gleich zwei Gründe zu feiern: Wir haben Frauen ausgezeichnet, die mit ihren Visionen und Projekten die Welt verändern. Und 20 Jahre emotion Magazin gefeiert. Für das Jubiläum und die 16. Awards präsentiert von Mercedes kehrten wir an den Ort zurück, an dem alles begann – nach München. Im Bayerischen Hof erlebten wir einen Abend voller Emotionen, mutiger Ideen und inspirierender Geschichten.
Die Gewinnerinnen der emotion Awards 2026
Aus über 500 Nominierten haben Leserinnen und Jury in sieben Kategorien jeweils drei Finalistinnen ausgewählt. Ausgezeichnet wurden letztendlich diese klugen und phänomenalen Frauen:

Lebenswerk: Helma Sick
Helma Sick gilt als die deutsche Pionierin der Frauen-Finanzbildung inklusive Universitätsvorträgen, Zeitungskolumnen und Gründung eines Finanzberatungsunternehmen. Ihr Motto: „Ein Mann ist keine Altersvorsorge.“ Den Preis nahm ihre Nichte Renate Fritz (siehe Foto) entgegen, die Geschäftsführerin der 1987 gegründeten Finanzberatung Frau & Geld ist.

„Hand in Hand“ Team-Sonderpreis: CorrelAid e.V.
Das Team der NGO CorrelAid e.V. vereint Daten und Herz. Das ehrenamtliche Netzwerk bringt Data Scientists, Analyst:innen und KI-Expert:innen mit gemeinnützigen Organisationen zusammen. Gemeinsam entwickeln sie Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen – von Klimaschutz über Bildung bis hin zu sozialer Teilhabe. Der Team-Sonderpreis „Hand in Hand" wird gemeinsam mit der HanseMerkur verliehen und ist mit 5.000 € dotiert.

Soziale Werte: Delia Keller
Delia Keller ist Vorstandsmitglied bei „Fair für Kinder“ und Initiatorin von „Kindergeld für alle Kinder“. Sie setzt sich seit mehreren Jahren für die Reformierung des Unterhaltsvorschussgesetzes ein – von dieser würden über 860.000 Kinder in alleinerziehenden Familien profitieren.

Stark für Diversity: Benita Bailey & Jane Chirwa
Bailey und Chirwa sind prominente Schauspielerinnen, die sich seit jeher für Diversität in der Branche einsetzen. Jabeza Films ist eine afrikanisch-deutsche Filmproduktionsfirma, die sozial relevante Geschichten aus intersektionaler Perspektive erzählen will. Das erste Großprojekt „Die Sichtbaren“ dokumentiert die wahre Geschichte zweier Schwarzer Schwestern, die im Nazi-Deutschland als Darstellerinnen auch in Propagandafilmen überlebten.

Gründerin: Sogol Kordi
Mehr als 250.000 Menschen im Jahr sind in Deutschland von häuslicher Gewalt betroffen, plus enormer Dunkelziffer. Sogol Kordis Start-up hat Maya entwickelt, einen KI-gesteuerten Chatbot, der laut myProtectify stets einfühlsam, strukturiert und nachvollziehbar handelt. Die eigene Wissensdatenbank gibt nur geprüfte Informationen heraus und führt, wenn gewünscht, zu rund 600 Hilfsangeboten in Deutschland.

Frau der Stunde: Anna-Lena von Hodenberg
Die ehemalige Journalistin Anna-Lena von Hodenberg (Foto: links, mit Laudatorin Eva Padberg) gründete 2018 HateAid, die erste bundesweite Beratungsstelle gegen digitale Gewalt, und machte den Schutz von Betroffenen zu ihrer Mission. Im Dezember 2025 sind Anna-Lena von Hodenberg und ihre Co-Geschäftsführerin Josephine Ballon von den USA mit einem Einreiseverbot belegt worden, das eine Debatte über die politische Macht der US-Digitalkonzerne auslöste.

Frauen in Digitalisierung: Marita Sanchez de la Cerda
Marita Sanchez de la Cerda ist Co-Gründerin von SAIZ – und bietet Unternehmen der Modeindustrie ein KI-Toolset an, um Größen und Passformen genauer zu fassen. Das erspart Käufer:innen-Frust, Händler:innen-Kosten und macht die Modewelt nachhaltiger.


