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Wissenschaftlicher Hintergrund
In den letzten Jahren hat die Duftforschung viele neue Erkenntnisse gewonnen, die die Parfümerie regelrecht revolutioniert haben. Einige dieser Forschungsergebnisse sind in diesen neuen, exklusiv für emotion.de entwickelten, Dufttest eingeflossen.
Lange war es unklar, wie wir riechen und wie ein Geruchseindruck entsteht. Verschiedene Theorien konkurrierten miteinander. Forschungen im Bereich der Biopsychologie und speziell der Molekularbiologie brachten schließlich sensationelle Entdeckungen und die Geruchsforschung erhielt 2004 ihren ersten Nobelpreis.
Mehr wissenschaftliche Informationen über den Geruchssinn.
Der menschliche Geruchssinn
Jeder Mensch besitzt rund tausend Gene, die nur für das Riechen zuständig sind. Die eigentliche Riechempfindung, die stark mit Emotionen, Erinnerungen und Bewertungen verbunden ist, entsteht in evolutionsgeschichtlich alten Hirnzentren, etwa dem Limbischen System, unserem Emotionszentrum. Das wiederum steht in enger Verbindung mit dem Langzeitgedächtnis. Bereits von Geburt an ist unser Geruchssinn vollständig ausgereift.
Lesen Sie mehr über die wichtigsten Einflussfaktoren auf unseren Geruchssinn.
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Geruch und Geschmack interagieren und beeinflussen sich gegenseitig. Dabei haben Menschen die erstaunliche Fähigkeit, etwa 10.000 Gerüche unterscheiden zu können.
Im Vergleich dazu ist unser Geschmack mit den Richtungen süß, sauer, salzig und bitter nahezu unterentwickelt. Durch etwas Training kann unser ohnehin gut ausgeprägter Geruchssinn noch erstaunlichere Sensibilität entwickeln, was etwa das richtige Benennen von Inhaltsstoffen oder Duftrichtungen betrifft.
In den meisten von uns steckt zudem ein kleiner Synästhetiker, also jemand, der Düfte mit anderen Sinnesreizen wie Farben, Formen oder Musik koppeln kann und sie dadurch in einer "Symphonie der Sinne" noch intensiver als Stimmung erlebt.
Die Psychologie des Parfums
Bereits seit über 20 Jahren gibt es Hinweise darauf, dass bei dem Griff nach einem bestimmten Parfum psychologische Faktoren, also unsere Persönlichkeit und unsere Erlebenswünsche, eine große Rolle spielen.
Erste Untersuchungen in diese Richtung unternahm der britische Psychologe Hans Jürgen Eysenck und das Forschungsteam von Duftexperten Dr. Joachim Mensing.
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Die Duftfindung
Heute ist bekannt, dass bei individuellen Duftvorlieben zwei psychische Instanzen eine Rolle spielen und ein ganz bestimmter Prozess abläuft. Zunächst prüfen wir mehr oder weniger bewusst, ob wir uns mit einem Parfum identifizieren können (Passt das Parfum zu mir?). Dann gehen wir einen Schritt weiter und bringen den Duft mit Erlebenswünschen in Beziehung. Mit anderen Worten: Wir identifizieren uns mit einem Parfum, wenn wir das Gefühl haben "So bin ich und so will ich sein".
Im hektischen Alltag ist es aber gar nicht so leicht, seinen ganz individuellen Duft zu finden. Schließlich empfinden wir die Unterschiede zwischen unserem aktuellen Selbst und unserer idealen Vorstellung, die wir von uns haben, als viel größer. Bleibt die Frage offen, ob es überhaupt Parfums gibt, die für seine Trägerin wie geschaffen sind. Die Antwort darauf ist eindeutig: Ja!
Psychologische Aspekte
Im Durchschnitt besitzt jede Parfumliebhaberin 8 bis 12 Düfte. In so einer privaten Duftbar finden sich Parfums, die man geschenkt bekommen hat, aber auch solche, die man selbst gekauft hat. Bei letzteren spielen Image, Werbung, Preis, Erinnerung und selbst der Zufall eine gewisse Rolle. Sie sind aber auch immer Ausdruck unserer ästhetischen Vorlieben und unseres persönlichen Stils.
Zusätzlich gibt es auch sehr konkrete, psychologische Gründe, warum uns verschiedene Düfte ansprechen, mit denen wir uns besonders identifizieren.
Weitere Erläuterungen zum Selbstbild und Idealbild finden Sie hier.
Bestandteile des Dufttests
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