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Wie wird ein Text zu einem richtig guten Text? Die EMOTION-Redaktion hat die zehn wichtigsten Tipps für Sie zusammengestellt, mit denen Sie Ihrer Geschichte den letzten Schliff geben.
Mit starken Verben sind Wörter wie "singen", "packen" oder "laufen" gemeint. Sie verleihen Ihrem Text viel mehr Ausdruck als die Hilfsverben "haben" oder "tun".
Die Verben "lieben" und "hassen" haben eine sehr starke Aussagekraft. Sie vermitteln extreme Gefühle und sollten daher nur eingesetzt werden, wenn Sie wirklich ein Extrem ausdrücken möchten. Abgeschwächte Formen sind zum Beispiel "mögen", "bewundern" bzw. "ablehnen", "missbilligen".
Eine der elementarsten Schreibregeln: Show, don't tell. Heißt: statt zu berichten lieber Szenen und Dialoge einbauen. und Gefühle aufzeigen. Das macht den Text lebendiger. Sie erzeugen Bilder in den Köpfen Ihrer Leser, die die Lektüre erst spannend machen.
Frau Niedermeyer war eine schreckliche Tratschtante.
Frau Niedermeyer schob die Gardine ein Stück zu Seite, beobachtete, wie einen Mann mit Schlangentattoos auf den Oberarmen aus einem alten BMW stieg und laut "Susie!" rief. Sofort griff sie zum Telefon und rief ihre Freundin an. "Du errätst nie, wen ich gerade gesehen habe!"
Anschauliche Vergleiche sind ein weiterer Kniff, um das Kopfkino der Leser am Laufen zu halten. Besonders schön sind ungewöhnliche oder lustige Vergleiche wie "Ihre Frisur sah aus wie ein zerdrückter Sahne-Baiser."
Überlegen Sie sich Vergleiche, bringen Sie dafür zwei alltägliche Dinge, wie Kuchen und Haare, zusammen. Verzweifeln Sie nicht, wenn es nicht auf Anhieb klappt. Auch Autoren müssen manchmal mehrere Tage nachdenken, bevor sie eine gute Idee haben.
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Weniger ist hier mehr. Viele Adjektive nehmen der Geschichte den Drive, die Geschwindigkeit. Und stattet man jeden Satz mit Adjektiven aus, wirkt der Text überladen, beinahe aufgebläht.
Nehmen Sie den Großteil der Adjektive aus Ihrem Text. Sie werden feststellen, dass es Ihrem Text nicht schadet.
Wortwiederholungen stören den Textfluss, sie lesen sich einfach nicht schön. Benutzen Sie statt "Buch" doch mal Begriffe wie "Roman", "Werk" oder "Geschichte". Besonders am Satzanfang fallen Wortwiederholungen unangenehm auf. Deshalb nicht zwei oder gar drei Sätze mit "sie" anfangen, sondern lieber überlegen, wie sie den zweiten Satz umstellen können.
Fällt Ihnen kein alternatives Wort ein, werfen Sie einen Blick in ein Synonymwörterbuch. Es gibt inzwischen auch online sehr gute Gratis-Nachschlagewerke, in denen Sie suchen können.
Endlos lange Sätze strengen an. Packen Sie verschiedene Informationen lieber in einzelne, klare Sätze. Dabei können Sie gern knappe Sätze mit längeren kombinieren - das bringt Abwechslung in den Text.
Mit vielen kurzen aufeinander folgenden Sätzen erzeugen Sie eine hohe Spannung. Dieses Stilmittel eignet sich besonders gut für Krimis und Thriller.
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Redewendungen wie "nur Bahnhof verstehen" oder "in den sauren Apfel beißen" lassen sich auf viele Situationen anwenden. Und das können Sie beim Schreiben gar nicht gebrauchen. Denn: Es kommt ja gerade darauf an, möglichst konkret zu werden.
Auch kitschige Formulierungen sollten Sie vergessen. Sie verleihen Sätzen eine oft unnötige Dramatik und wirken im schlimmsten Fall unfreiwillig komisch.
Ein guter Text basiert auf einer guten Struktur: Einleitung, Hauptteil, Schluss. Überlegen Sie sich vor dem Schreiben, was Sie wann erzählen möchten und wie Sie Spannung erzeugen. Bedenken Sie dabei auch, dass die Handlung für den Leser nachvollziehbar sein muss.
Lassen Sie sich für die Einleitung viel Zeit. Der erste Satz fällt am schwersten und ist gleichzeitig sehr wichtig. Überlegen Sie sich: Würde ich nach den ersten fünf Sätzen diese Geschichte weiterlesen? Meistens eignet sich ein lebendiger Einstieg am besten, zum Beispiel die Beschreibung einer Szene.
Aktivsätze verleihen einem Text wesentlich mehr Lebendigkeit als Passivsätze. Außerdem sind sie persönlicher und informativer, schließlich erfährt der Leser unmittelbar, welche Figur gerade handelt.
Wörter wie "natürlich", "ja", "schon" oder "auch" können Sie in der Regel wieder löschen. Sie verwässern Ihren Text, halten davon ab, das Wesentliche zu benennen. Dabei ist es doch Ihr Ziel, auf den Punkt zu kommen.
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