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Das war der EMOTION.Abend mit Pro Exzellenzia

Text von Anna Brüning, Fotos von Frank Krems

Mehr Frauen in Hamburger Chefetagen! EMOTION und die Initiative Pro Exzellenzia veranstalteten am 11. Oktober in der Uni Hamburg einen spannenden einen Abend rund um die MINT-Branche.

"Fit für die MINT-Branchen", das war ein interessantes Zusammentreffen von rund 150 Hochschulabsolventinnen, Doktorandinnen und Post-Doktorandinnen in den Bereichen Mathematik, IT, Naturwissenschaften und Technik (MINT).

Repräsentantinnen der drei Unternehmen VDE Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik, des Softwareherstellers SAP und der Robert Bosch GmbH präsentierten beim EMOTION.Abend mit Pro Exzellenzia ihre Karriereangebote für Frauen. Zudem war Top-Referentin Marion Knaths zu Gast und motivierte die Besucherinnen in ihrem informativen Vortrags-Coaching.

Die Impulsvorträge

Der Abend startete mit zwei motivierenden Impulsvorträgen. Christine Keiner, Director Recruitment bei SAP und Britta Bannas, Personalleiterin im Werk Hildesheim von Bosch zeigten, dass sich ihre Unternehmen um mehr Frauen und Gleichberechtigung bemühen.

So stellte Britta Bannas das Diversity-Programm von Bosch vor, das unter anderem das Netzwerk women@bosch, Mitarbeiterentwicklung, Business Women's Program und ein Mentoring-Programm auf allen Ebenen beinhaltet. Sie betonte, dass Frauen sich dabei immer wieder selbst überprüfen müssen mit Fragen wie: Netzwerken Sie genug? Kennen Sie sich selbst? Sind Sie sich noch treu? Welchen Preis sind Sie bereit zu zahlen?



Auch Christine Keiner von SAP stellte die Wege ihres Unternehmens vor, die Frauen zu fördern. SAP hat sich das Ziel gesetzt, den prozentualen Anteil von Frauen in Managementpositionen bis 2017 auf 25% erhöhen. Das soll unter anderem mit Gender Kompetenz Trainings geschehen, das Männern und Frauen zeigt, dass die Geschlechter unterschiedliche Wahrnehmungen und Kommunikationsmethoden haben - dabei aber keine Methode besser oder schlechter als die andere ist.

Wie sich Frauen behaupten können

Die Top-Referentin Marion Knaths (Foto links) erklärte in ihrem Vortrag "Spiele mit der Macht" die Geheimnisse machtvoller Kommunikation. Wieso wird der Vorschlag einer Frau nicht gehört, der eines Mannes aber schon? Marion Knaths, die Führungskräftetrainerin und Bestsellerautorin ist, gab Tipps, wie sich Frauen in männerdominierten Unternehmen behaupten können. Ein unterhaltsames und informatives Vortrags-Coaching, das zeigte, dass es im Job um viel mehr als gute Inhalte geht.


Marion Knaths lebt und arbeitet in Hamburg. Nach Ihrer Karriere beim Otto-Versand machte sie sich im Jahr 2004 als Unternehmensberaterin selbstständig. Mit sheboss bietet sie Trainings, Coachings und Führungsseminare für Frauen und Firmen an.

Mutiger sein!

In der großen Diskussionsrunde stellten sich die Fachfrauen den Fragen der EMOTION-Redakteurin Nicole Ehlert.

Es diskutierten:

  • Christine Keiner, SAP (Director Recruitment)
  • Bettina Rentel, Bosch (Dipl. Mathematikerin, Projektleiterin Car Multimedia)
  • Franziska Schömbs, VDE (Kommunikation & Public Affairs)
  • Britta Buth, Pro Exzellenzia (verantwortlich für die Initiative an Hochschulen)
  • Marion Knaths (Führungskräftetrainerin)


Die Teilnehmerinnen an der Diskussionsrunde hatten aufgrund ihrer verschiedenen Positionen eine unterschiedliche Sicht auf das Thema und konnten sich in ihren Antworten optimal ergänzen.

Das gängige Vorurteil, dass die Vereinbarkeit von Familie und Beruf in den männerdominierten MINT-Branchen noch schwieriger sei, wurde von allen Frauen widerlegt. Im Gegenteil - wenn 'frau' sich denn traut. Hier waren sich die Profis einig: Viele Frauen sind nicht mutig genug und trauen sich selbst zu wenig zu.

Zudem kristallisierte sich in der Diskussion heraus, dass die geschlechtsspezifischen Probleme meist nicht bei den Neueinsteigerinnen auftreten, sondern erst später auf dem Weg in die Führungspositionen. Hier müssen die Unternehmen ansetzen, Coachings und Förderprogramme anbieten und dafür sorgen, dass ihre Mitarbeiterinnen nicht aufgeben.

Mit Kindern und Mentor zum Erfolg

So berichtete beispielsweise Bettina Rentel, Diplom-Mathematikerin und Projektleiterin, dass sie ihren Erfolg auch einem Mentor zu verdanken habe, der sie über lange Zeit im Unternehmen begleitet hat. So schaffte sie es, auch stressige Zeiten - die mit zwei Kindern unumgänglich sind - zu meistern. Sie beweist, dass es geht - aber ohne Unterstützung schwierig wird.

Nach den Vorträgen und der Diskussionsrunde hatten die Besucherinnen die Möglichkeit, sich untereinander und die Referentinnen noch besser kennenzulernen. Networking bei Häppchen und einem Glas Sekt - der perfekte Abschluss eines gelungenen Abends.

Übrigens: Es geht weiter! Im Frühjahr wird die Vortragsreihe in München fortgesetzt. Infos finden Sie demnächst hier.



Über Pro Exzellenzia

Pro Exzellenzia ist ein hochschulübergreifendes Programm der Hamburger Hochschulen für mehr Frauen in Hamburger Chefetagen. Die Initiative vereint die Bausteine Stipendien, Qualifizierung, Coaching, Mentoring und Netzwerkbildung zu einem innovativen Konzept. Das Projekt Pro Exzellenzia wird aus dem Europäischen Sozialfonds ESF und von der Behörde für Wissenschaft und Forschung der Freien und Hansestadt Hamburg finanziert und von der Hamburg Innovation GmbH koordiniert. Mehr Infos unter pro-exzellenzia.de.



Wir danken unseren Partnern, dem Softwarehersteller SAP, der Robert Bosch GmbH und dem Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik VDE für die freundliche Unterstützung.








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