Schön und komfortabel ist das Cabriolet von Mercedes. Und stets darauf bedacht, es seinem Fahrer möglichst einfach zu machen. Grafikerin Love-Tina Adu konnte fast gar nicht anders als sich wohlzufühlen.
Ganz in weiß steht er da: der Mercedes E 350 Cabrio. Ich bin ein wenig schockiert wegen der Farbe. Durch das Weiß fällt der Wagen noch mehr auf als ohnehin schon. Mein erster Gedanke: Ich muss alles dafür tun, damit der Mercedes nicht angezündet, demoliert oder geklaut wird. Schließlich wohne ich in der Hamburger Schanze und plane eine Tour nach Berlin, nicht ungefährlich. Zum Glück bin ich vorbereitet: Unser Haus hat eine Tiefgarage. Mein Gedankenkarussell hört schnell auf, sich um potenzielle Gefahrenquellen zu drehen und ich kann endlich den schönen Mercedes in aller Ruhe begutachten.
Als ich zum ersten Mal auf dem Fahrersitz Platz nehme, bin ich sprachlos. Bei meinem eigenen Auto bin ich schon stolz auf die Sitzheizung und die elektrischen Fensterheber. Aber im Mercedes ist einfach die gesamte technische Ausstattung vom Feinsten und darauf ausgerichtet, es seinem Fahrer so komfortabel wie möglich zu machen: Setzt man sich rein, reicht einem der Wagen gewissermaßen den Anschnallgurt und zurrt ihn noch einmal fest, nachdem man ihn sich umgelegt hat. Die schönen, ledernen Sitze lassen sich mit Luft auf- und wieder abfüllen, sodass jeder seinen Sitzplatz individuell einstellen kann. Und will man jemanden auf den für Cabrio-Verhältnisse sehr komfortablen Rücksitz lassen, fahren die Vordersitze automatisch vor und zurück.
Begeisterung auch, als ich sehe, dass es sich um einen Automatik-Wagen handelt. Ich bin Fahren ohne Gänge-Einlegen gewohnt und hatte schon Sorge, ob ich mich einer Gangschaltung gut klarkommen würde. Ein Problem weniger, denke ich und bin gespannt, wie sich ein Mercedes so fährt.
Nicht so angetan bin ich allerdings vom Oben-Ohne-Fahren. Ich bin es einfach gewohnt, ein Dach über dem Kopf zu haben. Und ich fürchte, in den zwei Wochen werde ich nicht mehr zu einer leidenschaftlichen Cabrio-Fahrerin avancieren.
Ich habe mich richtig auf die Fahrt von Hamburg nach Berlin gefreut, denn auf der Strecke gibt es Autobahnabschnitte ohne Geschwindigkeitsbegrenzung. Perfekt, um die 265 PS zu testen! Schon vorher hat mich der E 350 überrascht: Das Wochenendgepäck von vier Personen hat mühelos in den Kofferraum gepasst. Nicht schlecht für ein Cabrio. Meine drei männlichen Reisebegleiter fühlen sich auch bei einer Geschwindigkeit von 240 km/h anscheinend so wohl, dass sie bald eingeschlafen sind. Und auch mir vermittelt der Mercedes bei diesem Tempo das Gefühl von Sicherheit. Er ist so leise, dass mir erst beim Blick auf dem Tacho klar wird, wie schnell ich da gerade unterwegs bin. Ein bisschen komme ich schon ins Schwitzen, aber egal, es fühlt sich einfach gut an.
Leider gebe ich mich immer noch diesem Rausch hin, als wir uns wieder in einer Zone mit Geschwindigkeitsbegrenzung befinden. Links und rechts bremsen alle ab, was mich wundert, aber nicht davon abhält, aufs Gaspedal zu drücken. Bis es blitzt. Der Ärger ist so schnell verflogen wie er gekommen war. Schließlich möchte ich mir die ansonsten sehr schöne Tour mit meinem Gefährten nicht verderben. Mal schauen, wie ich gut ich im Mercedes getroffen wurde.
Als ich zum ersten Mal den Rückwärtsgang einlege, merke ich, dass auf dem Monitor in der Mitte des Cockpits plötzlich etwas anderes eingeblendet wird: Das (übrigens sehr gute) Navi weist mir nicht mehr den Weg oder warnt mich vor Staus, sondern eine am Nummernschild angebrachte Kamera zeigt, was hinter dem Auto passiert. Jetzt ist meine Begeisterung für den E 350 kaum noch zu bremsen: ein Auto wie gemacht für mich Problem-Einparkerin! Und es kommt noch besser: Die Seitenspiegel richten sich automatisch so ein, dass ich besser sehen kann und mit einer akustischen Parkhilfe ist der Wagen auch noch ausgestattet. Ich kann also angstfrei einparken, trotz des Hecks. Ein Traum!
Der Mercedes tut alles, um es seinem Fahrer schön zu machen und ihn zu verwöhnen. Das gefällt mir. Allerdings ist der Preis, den man dafür zahlt, sehr hoch. Ich kann mir nicht vorstellen, einmal so viel Geld für einen Wagen auszugeben - egal wie komfortabel er sein mag. Wir werden also nicht mehr zueinander finden. Schon ein bisschen schade...
Durchschnittsverbrauch: 6,1 l, CO2-Ausstoß: 140 g/km, PS: 265, Beschleunigung (0-100 km/h): 6,4 s, Höchstgeschwindigkeit: 250 km/h, Basispreis: 55.543 Euro. Mehr Infos unter www.mercedes-benz.de
Lesen Sie auch in jeder EMOTION-Ausgabe die Kolumne von Jutta Kleinschmidt über "Fahrgefühle".
Ab 16. Mai 2012 am Kiosk
Wie schaffen die das bloß? In unserem Dossier dreht sich alles ums Thema Druck - und wie man damit gut umgehen kann. Die Redaktion verrät ihre liebsten Badeseen. Außerdem: das große Liebeshoroskop und eine Reportage über Rückkehrer.
Ab 13. Juni 2012 im Kiosk.
In unserem Archiv können Sie Inhalte älterer Ausgaben durchstöbern und Hefte nachbestellen.
Sie möchten regelmäßig Informationen und wertvolle Tipps erhalten? Dann registrieren Sie sich für unseren Newsletter.
© emotion.de 2012, Emotion.de haftet nicht für die Inhalte externer Websites