Von Christiane Barth
Thomas Glavinics Monologe in "Lisa" als Hörbuch: Tom ist auf der Flucht vor einer Serienmörderin und berichtet davon jeden Tag in einer Internet-Radiosendung.
Ausgewählt vom Netzwerk BücherFrauen, diesmal von Lektorin Christiane Barth.
Thomas Glavinic: "Lisa" (Parlando)
Aus Angst, das nächste Opfer einer Serienmörderin zu werden, versteckt sich ein Mann zusammen mit seinem Sohn in einem abgelegenen Haus in den Bergen. Die Frau, die er Lisa nennt, hat bei ihm eingebrochen, wie DNA-Spuren belegen. Auf der ganzen Welt hat Lisa Verbrechen begangen, von einfachen Diebstählen bis hin zu grausamen Morden. Niemand kennt ihr Motiv, niemand hat sie gesehen oder weiß, wo sie ist.
Koksend und Whiskey trinkend berichtet der Mann, der sich seiner mutmaßlichen Hörerschaft als Tom vorstellt, jede Nacht per Internetradio von Lisas schrecklichen Taten. Seine Monologe scheinen das Einzige zu sein, das ihn vor dem Durchdrehen bewahrt. Er weiß nicht, ob Lisa wiederkommt, ob sie ihn in seinem Versteck aufspürt, um ihn zu töten. Darüber hinaus ist Hilgert verschwunden, ein Polizist, mit dem sich Tom angefreundet hat und der besessen nach der Mörderin sucht. Vielleicht ist auch er bereits tot.
Nicht allein durch die geheimnisvolle Lisa wird der Monolog nie langweilig. Besonders amüsant sind Toms Tiraden gegen Fußballfans oder Esskulturgefasel. Die Form der Radiosendung eignet sich sehr gut für eine Hörbuchfassung. Sprecher Christian Brückner hat sie perfekt umgesetzt.
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Lisa: Roman
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