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Entdecken Sie Ihre Körpersprache – und ihre Wirkung

Meist stehen Frauen schmaler. Wegen der mangelnden Standfestigkeit verlieren Ihre Argument dadurch jedoch an Kraft (Bild: clipart.com)

Durch die eigene Haltung empfängt nicht nur Ihr Gegenüber Signale, sie beeinflusst auch die eigenen Gefühle. Tricks gegen Angst, Nervosität, Ärger und Antriebslosigkeit von Dr. Claudia Croos-Müller

Klar, von Körpersprache hat jeder schon mal gehört. Davon, dass nicht nur der Mund, sondern auch der Körper im Gespräch mit anderen ein Wörtchen mitzureden hat. Durch die eigene Haltung empfängt jedoch nicht nur Ihr Gegenüber Signale. Bestimmte Haltungen beeinflussen auch Ihre eigenen Gefühle – und können so auch lästige Empfindungen angenehmer machen. Kommunikationstrainerin und Psychotherapeutin Dr. Claudia Croos-Müller (www.croos-mueller.de) kennt solche Tricks gegen Angst, Nervosität, Ärger und Antriebslosigkeit:

Wenn Sie ängstlich und unsicher sind

Stellen Sie sich auf dem Weg zu einer Präsentation den Rhythmus eines sehr ruhigen Herzschlages vor – und gehen Sie in diesem Lauftempo von rund einem Schritt pro Sekunde. Halten Sie sich gerade, indem Sie Ihr Brustbein nach vorne bringen und das Becken leicht nach hinten unten kippen. Entspannen Sie bewusst Ihren Unterkiefer, in dem Sie ihn einfach locker lassen. Das vermeidet angespanntes, ängstliches Lächeln. Im Gespräch: Stellen Sie Augenkontakt mit Ihrem Publikum her: Blicken Sie beim Einatmen freundlich zu einer Person, beim Ausatmen zum nächsten und so weiter.

Wenn Sie nervös sind

Richten Sie Ihre Wirbelsäule auf und atmen Sie tief ein und aus. Stellen Sie dabei beide Füße fest und hüftbreit nebeneinander. Das funktioniert auch im Sitzen. Achten Sie außerdem darauf, nicht nur auf der Stuhlkante zu kippeln, sondern stabil Platz zu nehmen. Die Hände sollten ruhig auf dem Tisch liegen.

Wenn Sie sich ärgern

Gehen Sie etwas schneller als sonst – und vor allem mit großen federnden Schritten. Schwingen Sie beim Gehen Ihre Arme mit und heben Sie dabei für eine Art "Schlendergang" die Schultern etwas. Nehmen Sie den Kopf etwas nach oben und lassen Sie Ihren Blick immer wieder von rechts nach links schweifen.

Wenn Sie müde sind oder "Aufschieberitis" haben

Reiben Sie Ihre Handflächen fest gegeneinander, bis sie warm werden. Gähnen Sie mehrfach herzhaft: Die gelockerte Kiefermuskulatur und die vermehrte Sauerstoffzufuhr macht frisch und hebt die Stimmung. Strecken und recken Sie sich intensiv – das leitet aktivierende Impulse zum Gehirn.

Ballen Sie unbemerkt und mehrfach hintereinander Ihre Hand zur Faust, um sich so mit Energie aufzuladen.Merken Sie, wie in jeder dieser Situationen Ihre Körpersprache Sie mental unterstützt und stärkt? Versuchen Sie es einmal mit der "Gegenprobe": Senken Sie den Kopf, das Kinn Richtung Brust, und schauen Sie zu Boden. Spüren Sie dabei, welche Stimmung in Ihnen entsteht. Versuchen Sie jetzt, mit Überzeugung zu sagen: "Ich bin ja so glücklich." Sie werden feststellen, dass das äußerst schwierig, wenn nicht gar unmöglich ist. Wirklich überzeugend klingt dieser Satz erst, wenn Sie den Kopf heben und so Ihre äußere Haltung die innere Haltung unterstützt. Darauf im Berufsalltag mehr zu achten sichert Ihnen einen erfolgreichen Auftritt.
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