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Bauch, Beine, Kopf!

von Marion Knaths

Männer stehen immer breit und lässig, Frauen schmal und mit veschränkten Armen? Alles eine Frage des Trainings. Erfahren Sie hier, wie Sie mit der richtigen Körpersprache auch im Job punkten können!

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Körpersprache

(Foto: clipart)

Nur einer kann sich erlauben bequem zurückgelehnt im Stuhl zu sitzen, die Hände lässig hinter dem Nacken verschränkt: der Chef. Oder besser gesagt, der oder die Ranghöchste im Raum. Es signalisiert: Ich habe von den anderen hier nichts zu befürchten. Egal ob Mann oder Frau, Körpersprache funktioniert für beide Geschlechter gleich. Wenn ich schmal und klein sitze, fühle ich mich auch schmal und klein und werde von allen anderen so wahrgenommen.

Probieren Sie es mal aus: Setzen Sie sich mit durchgedrückter Brust senkrecht in Ihrem Bürostuhl auf, die Hände straff auf die Oberschenkel, Kinn vor, die Füße fest auf dem Boden – und jetzt sagen Sie "Ich bin ein armes Schwein". Funktioniert nicht? Kann es auch nicht. Wenn wir uns aufrichten, dann fühlen wir uns stark – und zeigen das auch nach außen.

Ellenbogen weg vom Körper

Ob wir auf andere kompetent wirken oder nicht, hängt auch maßgeblich von unserer Körpersprache ab. Sitzen Sie in Konferenzen locker hinten im Stuhl (ich habe nichts zu befürchten) und mit breiter Brust (ich bin wichtig in diesem Team), die Ellenbogen vom Körper abgewinkelt. Gehen Sie mit dem Körper nur dann nach vorne an den Tisch, wenn es alle anderen auch tun. Schwingen Sie körpersprachlich mit der Gruppe mit! Sie fühlen sich präsent und werden stärker von den Teammitgliedern wahrgenommen.

Standfest sein

Wenn Sie vor anderen etwas präsentieren, achten Sie auf Ihren Stand. Die Füße sollten immer schulterbreit auseinander sein, der Oberkörper dem Publikum zugewandt. Wenn Sie schmaler stehen (kommt meistens bei Frauen vor), verlieren Ihre Argumente wegen der mangelnden Standfestigkeit an Kraft. Wenn Sie breiter stehen (trifft meistens auf Männer zu), wirken Sie oft unangemessen raumgreifend und können damit unnötigen Widerstand provozieren.

Berührungen sind wichtig

Berührungen sind enorm wichtig. Aber wer darf wen berühren? Immer der Ranghöhere den Rangniederen. Achten Sie darauf, Berührungen von Kollegen und Kolleginnen zu retournieren, vor allem bei der Begrüßung. Wenn Sie nicht reagieren und sich stattdessen unter der „freundlichen“ Berührung des Kollegen abwenden, ordnen Sie sich der Person unter. Ob Sie es wollen oder nicht: Es funktioniert im Unterbewusstsein! Sie haben es dann im Anschluss schwerer mit Ihren Argumenten zu überzeugen, da sich der Kollege Ihnen überlegen fühlt.

Souveränes Auftreten

Wie Sie etwas sagen, entscheidet über den Erfolg. Natürlich müssen Sie die Signale im Alltag immer im Zusammenhang lesen und interpretieren. Aber Ihnen muss klar sein, dass es für Ihren Erfolg nicht nur von großer Bedeutung ist, was Sie sagen, sondern vor allem wie Sie etwas sagen. Und dieses "wie" hängt entscheidend mit Ihrer Körpersprache zusammen. Denn Kompetenz verbinden wir in aller Regel nicht mit einem schüchternen, verschämten Auftreten. Und wenn Sie jetzt denken "Das passt nicht zu mir", dann üben Sie es ruhig vor dem Spiegel. Sie werden sehen: Ein souveränes Auftreten passt zu jedem Menschen.

Der Alltags-Check

• Sitzen Sie in Meetings ähnlich locker wie alle anderen?
• Sitzen Sie mit "breiter Brust", die Ellenbogen weg vom Körper?
• Retournieren Sie die "freundschaftlichen" Berührungen Ihrer Kollegen?
• Stehen Sie im Gespräch und bei Präsentationen schulterbreit?

Falls nicht, dann fangen Sie an, sich jeden Tag einzelne Punkte aus der Liste vorzunehmen. Testen Sie, wie es Ihnen damit ergeht. Viele haben zu Beginn echte Schwierigkeiten mit dem schulterbreiten Stand. Wenn wir jahrelang schmales Stehen gewohnt waren, fühlt es sich zuerst einmal sehr ungewohnt an. Mein Tipp: Üben Sie vor dem Spiegel! Sie wirken immer besser, kompetenter und standfester, wenn Sie schulterbreit stehen. Auch wenn Sie einen Rock tragen!

Andere finden das Retournieren von Berührungen sehr schwierig. Üben Sie erst im privaten Kreis mit einem Freund oder einer Freundin. Sie begrüßen sich und dabei legt Ihnen die andere Person die linke Hand kameradschaftlich auf Ihren Arm. Wie fühlt sich das an? Wie geht es Ihnen, wenn Sie die Geste erwidern? Sie werden feststellen: Sie fühlen sich sofort gleichberechtigt. Und Ihr Gegenüber wird es genauso wahrnehmen. Daher lohnt es sich sehr, diesen Reflex zu trainieren.

Am leichtesten fällt es in der Regel, locker in den Meetings zu sitzen, die Ellenbogen vom Körper abgewinkelt. Sie müssen nur so lange bewusst daran denken, bis sich diese Haltung von alleine einstellt.

EMOTION-Coach Marion Knaths coacht Frauen vom Top-Management bis zum Führungsnachwuchs. www.sheboss.de

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