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„Will you be my Valentine?“

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Die süßeste Sms bekam ich am Valentinstag von einem Mann, der mir bis dahin gar nicht aufgefallen war, denn wir kannten uns kaum. Am 14. Februar piepste mein Handy und er schrieb: „Will you be my Valentine?“ Eine Frage, die mehr sagte, als viele Worte. Obwohl aus uns kein Paar wurde, denke ich seitdem jeden Valentinstag an ihn. Lange bevor es SMS gab, schrieben Männer Briefe und Gedichte an und über die Dame ihres Herzens. Einige Zeilen – manche 50, manche 500 Jahre alt, bewegen bis heute:

„Ein Mädchen sitzt auf der anderen Seite des Pools, senkt ihr Buch, nimmt ihre Sonnenbrille ab und schaut mich an. Sie ist so außergewöhnlich schön, dass ich fast laut lachen muss. (. . .) Ich lächelte sie an, und als ich spürte, dass ich vor Lächeln anfing zu schielen, lächelte sie zurück (. . .) Von diesem Augenblick an beschloss ich, in ihr die schönste, unnahbarste, unerreichbarste, vollkommenste Frau zu sehen, der ich je begegnete. Sie war ein Mona-Lisa-Typ, sie war Hungersnot, Feuer, Zerstörung; (. . .) Sie war, unzweifelhaft, großartig. Ein anderes Wort fällt mir nicht ein, um die Kombination aus Fülle, Schlichtheit und Anspannung zu beschreiben. Kurz gesagt: Sie hatte von allem zu viel (…). Ich war durch und durch geschockt.“ Richard Burton über seine erste Begegnung mit Elizabeth Taylor, 1953 in Hollywood

„Wenn ich gefragt werde, was mir am besten gefallen hat, dann sage ich das warst du." Seth zu Maggie in „Stadt der Engel" (1998)

„Wenn ich gefragt werde, was mir am besten gefallen hat, dann sage ich, das warst du.“ Seth zu Maggie in „Stadt der Engel“ (1998)

„Schatz, ich hab den heutigen Brief schon abgeschickt, aber ich bin so stolz auf das Privileg, dem liebsten Mädchen der Welt zu schreiben, wann immer ich mag, dass ich einige Zeilen anfügen muss und sei’s nur, um zu sagen, ich Liebe Dich, Livy. Denn ich Liebe Dich, Livy – wie der Tau die Blumen liebt, wie Vögel die Sonne Lieben, wie Wellen den Wind Lieben, wie Mütter ihr Erstgeborenes Lieben.. wie Engel die Reinheit des Herzens Lieben.“ Marc Twain (1835 – 1910) in einem Brief an Olivia Langdon

„Auf der Erde gibts Millionen von Menschen, aber am Ende ist es immer nur der eine." Aus dem Film „verrückt / schön" (2001)

„Auf der Erde gibts Millionen von Menschen, aber am Ende ist es immer nur der eine.“ Aus dem Film „verrückt / schön“ (2001)

„Ich erwache ganz erfüllt von Dir. Dein Bild und der berauschende Abend von gestern haben meinen Sinnen keine Ruhe gelassen. Süße, unvergleichliche Joséphine, welch seltsamen Eindruck machen Sie auf mein Herz? Sind Sie böse, traurig oder besorgt, so ist meine Seele vor Schmerz gebrochen, und es gibt keine Ruhe für Ihren Freund. Steht es denn aber anders mit mir, wenn ich mich dem tiefen Gefühl, das mich beherrscht, überlasse und auf Ihren Lippen, an Ihrem Herzen die Flamme trinke, die mich verzehrt? Ach! in dieser Nacht habe ich wohl gefühlt, dass ich mit Ihrem Bilde nicht Sie selber habe. Du fährst morgen ab; in drei Stunden sehe ich Dich. Einstweilen tausend Küsse, mio dolce amor; aber erwidere sie nicht, denn sie setzen mein Blut in Brand.“ Napoleon Bonaparte (1769 – 1821) in einem Brief an Joséphine de Beauharnais

"Um Liebe lohnt es zu kämpfen, denn alles ist so vergänglich wie Gras, auch der Mensch. Es ergeht ihm wie der Blume im Steppenland eine heißer Wind kommt, schon ist sie fort und wo sie stand bleibt keine Spur von ihr. Nur wenn wir lieben sind wir unsterblich!"

„Um Liebe lohnt es zu kämpfen, denn alles ist so vergänglich wie Gras, auch der Mensch. Es ergeht ihm wie der Blume im Steppenland: Ein heißer Wind kommt, schon ist sie fort und wo sie stand bleibt keine Spur von ihr.“ Anonym

„Ich und mein Herz – wir geben uns in Eure Hände und bitten Euch, uns Eure Gnade zu empfehlen und für uns nicht weniger Zuneigung wegen Eurer Abwesenheit aufzubringen. Denn es wäre sehr schade, wenn unser Schmerz noch vermehrt würde. Eure Abwesenheit bereitet uns davon genug, ja mehr, als ich je gedacht hätte – was uns an einen Satz der Astronomie erinnert, nämlich: Je länger die Tage sind, desto entfernter die Sonne – und desto heißer strahlt sie. So ist es auch mit unserer Liebe.“ König Heinrich VIII. von England (1491 – 1547) in einem Brief an Anne Boleyn

„Und stirbt er einst nimm ihn, zerteil in kleine Sterne ihn, Es wird das Himmels Antlitz so verschönern, dass alle Welt sich in die Nacht verliebt.“ Romeo und Julia

„Und stirbt er einst, nimm ihn, zerteil in kleine Sterne ihn. Es wird das Himmels Antlitz so verschönern, dass alle Welt sich in die Nacht verliebt.“ Aus „Romeo und Julia“ (1597)

„Schon im Bette drangen sich die Ideen zu Dir, meine Unsterbliche Geliebte, hier und da freudig, dann wieder traurig, vom Schicksale abwartend, ob es uns erhört – leben kann ich entweder nur ganz mit Dir oder gar nicht, ja, ich habe beschlossen, in der Ferne so lange herumzuirren, bis ich in Deine Arme fliegen kann . Engel, (….)  sei ruhig, nur durch ruhiges Beschauen unsres Daseins können wir unsern Zweck, zusammen zu leben, erreichen – sei ruhig – liebe mich –heute – gestern – welche Sehnsucht mit Tränen nach Dir – Dir – Dir, mein Leben – mein Alles – leb wohl – o liebe mich fort. Verkenne nie das treuste Herz Deines Geliebten. Ewig dein, ewig mein, ewig uns.“ Beethoven (1170 – 1827) in einem Brief an seine unsterbliche Geliebte, deren Identität bis heute nicht geklärt ist.

„Du Schöne, die mein Leben hält (...) Komme bald, mich zu erlösen, Sonst muss ich sterben. (...) Komm näher, meine Schöne Komm näher, meine Geliebte Sei mir nicht länger widerspenstig, Denn mein Herz ist Dein Zeilen von Toinot Arbeau, aus dem Tanz „Belle qui tiens ma vie" (1588)

„Du Schöne, die mein Leben hält (…)
Komme bald, mich zu erlösen,
Sonst muss ich sterben. (…)
Komm näher, meine Schöne
Komm näher, meine Geliebte
Sei mir nicht länger widerspenstig,
Denn mein Herz ist Dein.“
Toinot Arbeau „Belle qui tiens ma vie“ (1588)

 

 

 

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